Über die Postleitzahl 06242
Rund 25 Kilometer südlich von Halle (Saale) liegt die Stadt Braunsbedra, die 1943 aus dem Zusammenschluss von Bedra und Braunsdorf entstand und der Postleitzahl 06242 ihren Namen gibt. Zur Stadt im Saalekreis gehören außerdem die Ortsteile Roßbach, Krumpa, Großkayna, Lunstädt, Neumark und Schortau.
Braunsbedra wurde im 20. Jahrhundert maßgeblich vom Braunkohlebergbau geprägt: Allein im Tagebau Großkayna wurden zwischen 1906 und 1972 rund 160 Millionen Tonnen Kohle gefördert, wofür das gesamte alte Dorf Großkayna weichen und seine Bevölkerung größtenteils nach Merseburg und Braunsbedra umgesiedelt werden musste. Aus den gefluteten Tagebauflächen entstand bei Braunsbedra der Geiseltalsee, der mit seiner Flutung zwischen 2003 und 2011 zum größten künstlichen See Deutschlands wurde. In der früheren Zentralwerkstatt des Braunkohlenwerks Pfännerhall zeigt heute ein Regionalentwicklungszentrum die Rekonstruktion eines rund zweihunderttausend Jahre alten Waldelefanten, dessen Skelett 1986 am Geiseltalsee gefunden wurde. Bekannt wurde der Ortsteil Roßbach durch eine der berühmten Schlachten des Siebenjährigen Krieges, die dort im November 1757 ausgetragen wurde; ein weiterer Teil des Ortes fiel später dem Braunkohleabbau zum Opfer und wurde 1966 abgebaggert.
Braunsbedra liegt an der Bahnstrecke Merseburg–Querfurt mit den Bahnhöfen Braunsbedra und Frankleben sowie Haltepunkten in Pfännerhall und Krumpa, bedient von der Linie S 11 nach Halle. Auf 62,7 km² leben 8.866 Menschen, das ergibt eine Dichte von 141 Einwohnern je km².
Nachbarorte sind Bad Lauchstädt, Leuna, Mücheln/Geiseltal und Frankleben.