Über die Postleitzahl 06636
Laucha an der Unstrut, aus einem Straßendorf an einer alten Handelsroute zwischen Langensalza und Merseburg hervorgegangen, nimmt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl ein – zusammen mit den Ortsteilen Burgscheidungen, Kirchscheidungen, Dorndorf, Plößnitz und Tröbsdorf.
Der Name der Stadt stammt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie „sumpfiges Gelände“, was auf eine frühere Versumpfung des Unstrutgebiets hinweist. Erstmals wird 926 ein Freihof namens Luchau erwähnt; das Stadtrecht erhielt Laucha durch Landgraf Friedrich den Jüngeren von Thüringen. Bekannt ist die Stadt für ihr Glockenmuseum, das aus einer 1732 gegründeten Glockengießerei hervorging – bis 1911 wurden hier mehr als 5000 Bronzeglocken gegossen. Die 1112 Meter lange, noch gut erhaltene Stadtmauer umgibt den historischen Kern.
Auf dem Burgberg über dem Ortsteil Burgscheidungen wird bereits seit 3000 vor Christus gesiedelt; während der Völkerwanderungszeit soll hier eine bedeutende Burg gestanden haben, möglicherweise eine Residenz der Thüringer. Gegenüber am anderen Unstrutufer liegt Kirchscheidungen, urkundlich schon um 786 fassbar; hier steht das über achthundertjährige Rittergut, dessen Grundform als großer Vierseitenhof bis heute gut zu erkennen ist.
Die Postleitzahl erstreckt sich über 31,2 km² mit 2.718 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 87 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Freyburg und Karsdorf.