Über die Postleitzahl 06632
Freyburg an der Unstrut, Zentrum des Weinanbaugebiets Saale-Unstrut, bildet den Kern dieser Postleitzahl. Hinzu kommen die Gemeinden Balgstädt und Gleina sowie ein Ortsteil der Stadt Mücheln – die Fläche verteilt sich unter anderem auf Pödelist, Zeuchfeld, Burkersroda, Größnitz, Gröst und Baumersroda.
Die Geschichte Freyburgs beginnt um 1090 mit der auf einem Berg östlich der Stadt errichteten Neuenburg, einer romanischen Anlage mit Bergfried. 1261 erhielt der Ort das Stadtrecht. Mehr als 1000 Jahre Weinbautradition und der Titel Jahn- und Weinstadt – benannt nach Turnvater Friedrich Ludwig Jahn, der hier starb – prägen Freyburg bis heute; seit 1856 hat zudem die Sektherstellung die Wirtschaft der Stadt geformt, mit der Rotkäppchen-Mumm Sektkellerei als heutigem Marktführer in Deutschland. 1867 entstand hier, mühsam aus Analogfotos berechnet, einer der ersten dreidimensionalen Stadtpläne Deutschlands.
Balgstädt war schon zur Zeit der Ottonen ein bedeutender Königshof: 943 stellte Otto der Große hier eine Urkunde aus, auch sein Sohn Otto II. und später Heinrich II. weilten im Ort, bevor Kaiser Konrad II. den Königshof 1032 dem Bistum Naumburg überließ. Zwei Burgställe im Dorf erinnern noch an das mittelalterliche Adelsgeschlecht derer von Balgstedt.
Auf 127,5 km² zählt die Postleitzahl 7.322 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 57 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Naumburg und Bad Kösen.