Über die Postleitzahl 06648
Auf dem Höhenzug Finne, an der Landesgrenze zu Thüringen, liegt die Kleinstadt Eckartsberga, die praktisch diese gesamte Postleitzahl einnimmt – ergänzt um ihre Ortsteile Tromsdorf und Burgholzhausen mit dessen Weiler Niederholzhausen.
Die Geschichte der Stadt ist untrennbar mit der Eckartsburg verbunden, die Markgraf Ekkehard I. von Meißen 966 auf dem Sachsenberg errichten ließ, dort, wo die bedeutende Handelsstraße Via Regia vorbeiführte; der davor angelegte Reihendorf-Ort taucht erstmals 1073 urkundlich auf. Seit 1288 besaß Eckartsberga das Stadtrecht, dazu Marktrecht und eine eigene Münzstätte – 1621 wurden hier sogenannte Kippermünzen geprägt. 1806 lag die Stadt am Rand des Schlachtfelds von Jena und Auerstedt. Ihr Wahrzeichen, der 36 Meter hohe Bergfried der Eckartsburg, beherbergt heute eine Zinnfigurenausstellung zu eben dieser Schlacht.
Auf dem Sachsenberg im Osten der Stadt steht zudem eine denkmalgeschützte Holländerwindmühle von 1831 mit einem für Deutschland einmaligen, zehnspeichigen Windrad von 14 Metern Durchmesser – eine Bauweise, die sonst in Südeuropa verbreitet ist. Der Ortsteil Tromsdorf entstand schon zur Zeit der fränkischen Besiedlung dieser Gegend und gehörte später zum Besitz des hessischen Klosters Fulda; sehenswert sind hier der barocke Kanzelaltar von 1751 und die zugehörige Scheune im Pfarrgarten.
Die Postleitzahl umfasst 36,0 km² mit 2.252 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 63 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Bad Bibra und Bad Kösen.