Über die Postleitzahl 06628
Bad Kösen, ein Ortsteil der Stadt Naumburg (Saale), trägt den Namen dieser Postleitzahl und bildet zusammen mit der Gemeinde Lanitz-Hassel-Tal – deren Ortsteile Möllern, Taugwitz und Spielberg – sowie einem Teil des Ortsteils Crölpa-Löbschütz das Gebiet an der Saale zwischen Naumburg und der thüringischen Grenze.
Das Flurstück Kösen erscheint erstmals 1040 schriftlich als „Kusenti“; im Hochmittelalter ließen sich hier die ersten Siedler nieder, die für die nahe Zisterzienserabtei Pforte ein landwirtschaftliches Gut bewirtschafteten. Als über die Saale eine steinerne Brücke gebaut wurde, verlagerte sich der Verlauf der Via Regia auf die kürzere Route durch Kösen. Bis zum 18. Jahrhundert hatte die Flößerei große Bedeutung für den Ort; als die Salzgewinnung um 1857 unrentabel wurde, entwickelte sich Kösen zum Kurort und wurde 1859 „Königliches Solebad“. 1848 fand hier, in der Buchenhalle, eine der großen Volksversammlungen des Revolutionsjahres statt. Bereits vor 1935 hieß der Ort schlicht Kösen, seither Bad Kösen.
Der Ortsteil Hassenhausen, heute zu Bad Kösen gehörig, war 1806 Schauplatz eines Teils der Schlacht bei Jena und Auerstedt. Die Gemeinde Lanitz-Hassel-Tal entstand 2009 aus dem Zusammenschluss von Möllern und Taugwitz und liegt auf dem Höhenrücken der Finne zwischen Apolda und Naumburg; ihre Dörfer wie Obermöllern, Niedermöllern und Pomnitz gehörten einst zum Kloster Pforta.
Auf 71,7 km² zählt die Postleitzahl 5.995 Einwohnerinnen und Einwohner, was 84 je Quadratkilometer entspricht. Nachbarorte sind unter anderem Naumburg und Freyburg.