Über die Postleitzahl 07639
Der Kurort Bad Klosterlausnitz im Thüringer Holzland gibt zusammen mit Weißenborn und Tautenhain der Postleitzahl 07639 ihren Namen. Der Ort geht auf ein 1132 gegründetes Frauenkloster zurück, das 1137 erstmals in einem päpstlichen Bestätigungsbrief erwähnt wird; die dazugehörige Glashütte im nahen Wald gilt als die älteste ihrer Art in Ostthüringen. Die 1180 geweihte romanische Klosterkirche verfiel nach der Aufhebung des Klosters, wurde aber in den 1860er Jahren originalgetreu wieder aufgebaut und ist heute das Wahrzeichen des Moorheilbads.
Dank des Holzreichtums der Umgebung entwickelte sich hier bis in die 1990er Jahre eine bedeutende Leiternproduktion. Von 1948 bis 1963 brachte sogar eine schmalspurige Moorbahn das Heilmoor aus den umliegenden Sümpfen bis zum Kurmittelhaus. Im benachbarten Tautenhain erinnert der Gasthof „Zur Kanone“ an ein schadhaftes Geschütz, das napoleonische Soldaten 1806 auf ihrem Marsch von Köstritz Richtung Jena im Dorf zurückließen; später, von 1975 bis 1990, war hier eine Raketenbrigade der NVA stationiert.
Auf 35,5 km² leben 5.565 Menschen, das sind 157 je Quadratkilometer. Nachbarn sind die Stadt Hermsdorf im Westen und die Kreisstadt Eisenberg im Norden.