Über die Postleitzahl 07646
Im thüringischen Saale-Holzland-Kreis fasst die Postleitzahl 07646 die Kleinstadt Stadtroda und 32 weitere Gemeinden zusammen, von denen die meisten zur Verwaltungsgemeinschaft Hügelland/Täler gehören, etwa Renthendorf, Gneus, Tautendorf und Lippersdorf-Erdmannsdorf. Schlöben, Waldeck, Bobeck und Schöngleina werden von Bad Klosterlausnitz mitverwaltet, Möckern und Ruttersdorf-Lotschen von Stadtroda. Laasdorf und Unterbodnitz zählen zur Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal, Mörsdorf zu Hermsdorf. Stadtroda selbst nimmt nur rund ein Zehntel der Fläche ein.
Bis 1925 hieß die Stadt schlicht Roda, wie der Fluss, an dem im 9. oder 10. Jahrhundert die erste Ansiedlung entstand. Ihr Anfang war ein Marktflecken auf einer Anhöhe, dem heutigen Stadtteil Alter Markt. Dort steht seit 1013 ein Wehrturm, erst aus Holz, dann aus Stein, der schon lange als Turm der Heilig-Kreuz-Kirche dient. Genannt wird der Ort 1210, das Stadtrecht verliehen ihm 1310 die Grafen von Schwarzburg. Zu Stadtroda gehören auch Gernewitz, Hainbücht, Bollberg und Quirla; über Quirla zog in der Nacht zum 2. Oktober 2006 ein Tornado der Stärke F3 hinweg.
In den Dörfern finden sich manche Eigenheiten. Bei Wolfersdorf steht das Jagdschloss „Fröhliche Wiederkunft“, erbaut 1548 bis 1551; südlich der Zufahrt liegt das Grab von Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg. Meusebach heißt „Dorf ohne Spatzen“: Einer Sage nach kamen zwei Sperlinge als Hochzeitsgabe in den Ort und vermehrten sich, bis sie die Saat wegpickten. In Geisenhain blieb ein gemauerter Pechofen erhalten, der bis 1927 in Betrieb war. Oberbodnitz erscheint schon 873 als „Butenicz“, was „Wächterdorf“ bedeutet, und Kleinbockedra wie Scheiditz zählen zu den einwohnerschwächsten Gemeinden Thüringens.
15.418 Einwohnerinnen und Einwohner verteilen sich auf 224,3 km², im Schnitt 69 je Quadratkilometer. Ringsum liegen Jena, Kahla, Pößneck, Neustadt an der Orla, Triptis, Münchenbernsdorf, Hermsdorf, Bad Klosterlausnitz und Bürgel. Das Kennzeichen ist SHK.