Über die Postleitzahl 08248
Im Musikwinkel des Vogtlandkreises, nahe der tschechischen Grenze, liegt die Große Kreisstadt Klingenthal, die den Kern der Postleitzahl 08248 bildet. Sie liegt an der Zwota, wo ab 1591 zunächst ein Hammerwerk der Eisenverarbeitung diente, bis es 1628 abbrannte und nicht wieder aufgebaut wurde. In der Mitte des 17. Jahrhunderts brachten böhmische Exulanten, die im Zuge der Gegenreformation ausgewandert waren, den Geigenbau nach Klingenthal; 1716 gründete sich dort eine Geigenmacherinnung.
Aus dem Geigenbau entwickelte sich im 18. und 19. Jahrhundert die Bogen-, Saiten- sowie Holz- und Blechblasinstrumentenfertigung, ab 1829 auch die Mundharmonikaproduktion und ab 1852 die Herstellung der Handharmonika, aus der später das Akkordeon wurde. Klingenthal wuchs so zu einem Weltzentrum der Harmonikaproduktion heran; bis heute wird jährlich im Mai der international angesehene Akkordeonwettbewerb ausgetragen. Zu den Ortsteilen zählen Brunndöbra, das schon Ende des 16. Jahrhunderts vom böhmischen Bergbau auf Zinn und Eisen profitierte, sowie Sachsenberg-Georgenthal, das erst 1934 aus mehreren kleineren Gemeinden gebildet wurde. Neben dem Musikinstrumentenbau ist Klingenthal auch als Wintersport- und Ferienort bekannt, mit der Vogtland Arena und einem Loipennetz von rund 110 Kilometern.
In dem 28,8 km² großen Gebiet leben 6.418 Menschen, das entspricht 223 Einwohnern je Quadratkilometer. Klingenthal liegt an der von der Vogtlandbahn befahrenen Eisenbahnstrecke von Zwickau über die Grenze nach Sokolov.