Über die Postleitzahl 08262
Im oberen Verlauf der Zwickauer Mulde, umgeben von weiten Waldflächen wie dem Auerbacher Wald, liegt die Gemeinde Muldenhammer, die die Postleitzahl 08262 nahezu vollständig einnimmt. Sie entstand erst 2009, als sich drei bis dahin eigenständige Orte – Tannenbergsthal, Morgenröthe-Rautenkranz und Hammerbrücke – zu einer Gemeinde zusammenschlossen; der Name erinnert an die frühere Eisenverarbeitung in Hammerwerken, von denen eines, ein Muldenhammer in Rautenkranz, zum Messingwerk Niederauerbach gehörte und 1834 den Betrieb einstellte.
Hauptort der Gemeinde ist nicht die namensgebende Siedlung Muldenhammer selbst, sondern Tannenbergsthal, dessen Ursprünge wie die des Ortsteils Gottesberg auf den Zinnbergbau des 15. Jahrhunderts zurückgehen; später kam die Eisenerzgewinnung hinzu, nach deren Niedergang die Textilproduktion an Bedeutung gewann. Hammerbrücke wiederum entstand um eine bereits um 1600 erwähnte Brücke an einem Eisenhammer, ehe Ende des 18. Jahrhunderts eine Siedlung mit Glashütte und Silberzeche entstand. Am Schneckenstein, einem bekannten Topasvorkommen, erinnert heute das Vogtländisch-Böhmische Mineralienzentrum an den historischen Bergbau, und in Morgenröthe-Rautenkranz zeigt die Deutsche Raumfahrtausstellung ein weiteres Kapitel der Ortsgeschichte.
Das 55,8 km² große Gebiet zählt 2.796 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 50 je Quadratkilometer. Die Bahnstrecke Chemnitz–Adorf führt zwar durch die Gemeinde, ist aber seit 1982 zwischen Hammerbrücke, Tannenbergsthal und Rautenkranz ohne Reiseverkehr.