Über die Postleitzahl 08349
Johanngeorgenstadt liegt im Erzgebirgskreis, unmittelbar an der Grenze zu Tschechien, und stellt fast die gesamte Fläche der Postleitzahl. Ein kleiner Anteil entfällt auf den Stadtteil Steinbach im Steinbachtal am Fuß des Auersbergs. Die Stadt wurde 1654 von böhmischen Protestanten gegründet, die vor der Gegenreformation geflohen waren, und trägt bis heute den Namen des Kurfürsten Johann Georg I., der die Gründung genehmigte.
Über Jahrhunderte bestimmte der Bergbau den Ort: erst Zinn und Silber, nach 1945 dann Uran im großen Stil durch die Wismut AG. Der Abbau griff so tief in die Stadt ein, dass Bergschäden den Abriss fast der gesamten Altstadt erzwangen. Davor hatte schon ein Großbrand 1867 einen Großteil der Häuser vernichtet. Aus der Bergbauzeit erhalten ist der nachgebaute Pferdegöpel der Fundgrube Neu Leipziger Glück, und im Ortsteil Sauschwemme fanden Archäologen 2024 Spuren des nach bisherigem Kenntnisstand ältesten Bergbaus Europas aus der Bronzezeit. Wegen des Schwibbogen-Brauchtums wird Johanngeorgenstadt touristisch als „Stadt des Schwibbogens“ vermarktet.
Auf 29,5 km² kommen 3.652 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 124 je Quadratkilometer. Zum Wandern lädt der Auersberg mit Aussichtsturm ein, ebenso das Naturschutzgebiet Kleiner Kranichsee im Ortsteil Henneberg. Nachbarn sind die PLZ 08309 mit Eibenstock und 08359 mit Breitenbrunn.