Über die Postleitzahl 08309
Im Westerzgebirge, auf über 600 Metern Höhe im Bereich der ehemaligen Herrschaft Schwarzenberg, liegt die Stadt Eibenstock, die den Kern dieser weitläufigen Postleitzahl bildet. Ihr Name geht vermutlich auf einen „Ort am Eibenstöckicht“ zurück, einen mit Eiben bestandenen Wald. Als dauerhafte Ansiedlung entstand der Ort frühestens im 13. Jahrhundert als Radialwaldhufendorf; Mitte des 15. Jahrhunderts übertrug der sächsische Kurfürst zwei Adligen aus der Familie von Tannenberg als Lehen mehrere umliegende Dörfer, darunter den heutigen Hauptort sowie Sosa und Burkhardtsgrün.
Über mehrere Jahrhunderte hinweg, bis weit ins 18. Jahrhundert hinein, gewann man in der Gegend Zinn- und Eisenerze, ehe nach einer schweren Hungersnot 1771/1773 die Stickerei den Bergbau als wichtigsten Erwerbszweig ablöste; ihre erste Blütezeit endete mit dem Zusammenbruch im Ersten Weltkrieg. Zwischen 1974 und 1979 baute die DDR bei Eibenstock ihr nach Fassungsvermögen zweitgrößtes Stauwerk, wofür der Ortsteil Muldenhammer weichen musste. Zu den weiteren Ortsteilen zählt Carlsfeld, das 1677 auf Veranlassung des Schneeberger Ratsherrn Veit Hans Schnorr am Flüsschen Wilzsch entstand, sowie Sosa, urkundlich bereits 1413 als „zu der Saßa“ erwähnt. Blauenthal wiederum verdankt seinen Namen dem Gründer eines dortigen Eisenhammers, Andreas Blau, der ihn 1536 anlegte.
Das 112,0 km² große Gebiet zählt 7.005 Menschen, was einer Dichte von 63 je Quadratkilometer entspricht. Eine Bundesstraße verbindet Eibenstock in Richtung Vogtland mit Adorf und in die andere Richtung mit Aue, und mit den Nachbarorten Schönheide und Zschorlau grenzt das Gebiet an weitere Bergbauorte des Westerzgebirges.