Über die Postleitzahl 08468
Die Große Kreisstadt Reichenbach im Vogtland stellt gut die Hälfte der Fläche dieser Postleitzahl, den Rest die Gemeinde Heinsdorfergrund mit ihren drei Ortsteilen Hauptmannsgrün, Ober- und Unterheinsdorf. Reichenbach entstand vermutlich aus einer slawischen Ansiedlung am Raumbach; 1085 soll dort schon eine hölzerne Kirche geweiht worden sein. Nach dem Dreißigjährigen Krieg brachte die Tuchmacherei Wohlstand, doch 1681 vernichtete ein Brand 135 Wohnhäuser.
Bekanntestes Gebäude ist ein Wasserturm der 1920er Jahre im Stil des Neuen Bauens, der eine Aussichtsplattform trägt; in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, deren ältester Teil ein romanischer Turmstumpf des 12. Jahrhunderts ist, steht zudem eine Orgel Gottfried Silbermanns von 1725. Das Neuberin-Museum erinnert an die Bühnenreformerin Friederike Caroline Neuber. Im Stadtteil Mühlwand liegt die Tropfsteingrotte des ehemaligen Alaunschieferbergwerks im Göltzschtal. Heinsdorfergrund wiederum entstand 1994 aus dem Zusammenschluss dreier Waldhufendörfer und war von 1902 bis 1962 an die als Rollbockbahn bekannte Schmalspurbahn angeschlossen.
Auf 51,8 km² leben 19.603 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 378 je Quadratkilometer. Reichenbach liegt an der A 72 und der Sachsen-Franken-Magistrale, nur rund 18 Kilometer von Plauen entfernt. Nachbarorte sind Greiz, Lengenfeld, Netzschkau, Neumark und Mylau.