Über die Postleitzahl 08491
Im Norden des Vogtlandkreises, entlang der Göltzsch, teilen sich die Stadt Netzschkau und die Gemeinde Limbach die Postleitzahl 08491 zu nahezu gleichen Teilen; beide bilden die Verwaltungsgemeinschaft Netzschkau-Limbach. Netzschkau geht auf eine sorbische Gründung des 9. Jahrhunderts zurück, urkundlich erst 1351 erwähnt, und erhielt 1491 durch Kaiser Friedrich III. das Stadtrecht – zu einer Zeit, als der Ort erst aus 14 Bauernhöfen und zwei Mühlen bestand.
Weithin sichtbares Wahrzeichen ist die Göltzschtalbrücke am Stadtrand von Netzschkau, zwischen 1846 und 1851 erbaut und bis heute die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Im Stadtkern liegt, unter hohen Bäumen fast verborgen, eines der ältesten spätgotischen Schlösser Sachsens. Der Ortsteil Lauschgrün entstand erst mit dem Brückenbau, als für das gewaltige Baugerüst ein großer Teil des umliegenden Waldes gerodet wurde, und gilt als der jüngste Ort des Vogtlands. Limbach wiederum reicht mit seinem Namen auf eine fränkische Gründung zurück und war bis ins 19. Jahrhundert zwischen zwei Rittergütern aufgeteilt.
Auf 26,2 km² leben 5.096 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 194 je Quadratkilometer. Ein Haltepunkt liegt an der Sachsen-Franken-Magistrale Leipzig–Hof. Nachbarorte sind Greiz, Elsterberg, Treuen, Reichenbach im Vogtland, Lengenfeld und Mylau.