Über die Postleitzahl 09127
Adelsberg prägt den größten Teil dieser Postleitzahl im Südosten von Chemnitz, ergänzt um Teile von Gablenz und einen kleinen Anteil Reichenhains. Adelsberg selbst entstand 1934 durch den Zusammenschluss der Dörfer Ober- und Niederhermersdorf, die beide um 1300 als fränkische Ansiedlungen gegründet und 1290 beziehungsweise 1331 erstmals urkundlich erwähnt wurden. Schon 1474 baten zwei Bergleute in einem Schreiben den sächsischen Kurfürsten um eine Schürferlaubnis für den Adelsberg – Stolleneingänge dieses mittelalterlichen Bergbaus lassen sich bis heute erahnen.
Bei Luftangriffen im Februar und März 1945 kamen in Adelsberg zahlreiche Frauen, Männer und Kinder ums Leben; ein Gemeinschaftsgrab mit Hochkreuz erinnert seit 2005 daran. Nach Chemnitz eingemeindet wurde der Ort 1950. Der Aussichtsturm Adelsbergturm musste 1968 schließen, weil im benachbarten Waldgelände Abschussrampen für Mittelstreckenraketen entstanden und der Einblick dorthin verboten war. Gablenz, dessen östlicher Teil hier liegt, geht auf ein um 1200 erwähntes Waldhufendorf zurück, das seinen Namen einem slawischen Wort für „Apfelbaumbach“ verdankt.
Die Postleitzahl 09127 misst 14,4 km² und zählt 17.555 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 1.222 je Quadratkilometer entspricht. Sie grenzt an die Chemnitzer Postleitzahlen 09123, 09125, 09126, 09128, 09130 und 09131.