Über die Postleitzahl 09326
Geringswalde liegt im Landkreis Mittelsachsen, in der Mitte zwischen den Städten Leipzig, Chemnitz und Dresden. Die Postleitzahl gehört fast vollständig zur gleichnamigen Stadt und reicht von der Kernstadt über die Ortsteile Aitzendorf und Dittmannsdorf bis zu Arras und Klostergeringswalde, wo einst das Benediktinerinnenkloster St. Marien stand, dessen Ersterwähnung 1233 zugleich die des Ortsnamens Gerungeswalde ist.
Die Herren von Schönburg gründeten um 1200 die Stadt auf dem Gebiet des heutigen Altgeringswalde, nachdem eine ältere Burg von Ottokar I. von Böhmen zerstört worden war. 1927 galt Geringswalde als Hauptsitz der deutschen Stuhlindustrie in Qualitätsware, ein Erbe der 1862 von August Ettig begründeten Sitzmöbelherstellung; daneben prägten Werkzeugmacherei und Bijouteriewarenfabrikation den Ort. Am Großteich, der aus dem aufgestauten Klosterbach entstand, trieb einst eine Reihe von Mühlen, von denen eine bis heute – mit elektrischem Antrieb – in Betrieb ist. Im denkmalgeschützten Stadtkern stehen der gepflasterte Markt und Gebäude, die im Wesentlichen um 1900 errichtet wurden, dazu eine kursächsische Postmeilensäule an der Bahnhofstraße.
Auf 30,0 km² leben 4.057 Menschen, was einer Dichte von 135 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht. Nach Rochlitz führt die Bundesstraße 175 nordwestlich hinaus, während Colditz und Hartha zu den benachbarten Postleitzahlgebieten zählen.