Über die Postleitzahl 04746
Hartha im Landkreis Mittelsachsen bildet fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl, zusammen mit den Ortschaften Gersdorf, Wendishain, Steina und Nauhain, die jeweils mehrere kleinere Dörfer umfassen.
Der Ort entstand aus einer Siedlung an der alten Straße, die Geringswalde und Rochlitz über die Zschopau-Furt bei Limmritz verband; ab Mitte des 12. Jahrhunderts ließen sich hier flämische Siedler nieder. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1223. Bereits 1506 bestätigte Herzog Georg von Sachsen die Innung der Leineweber, deren Textilprodukte schon um 1750 bis nach Spanien exportiert wurden; im 19. Jahrhundert kamen Fabriken für Filz, Schuhe, Metallwaren und Zigarren hinzu. Hartha trägt den Beinamen „Frosch-Hartha“ nach den einst zahlreichen Teichen im Stadtgebiet, an die seit 1996 ein Froschbrunnen auf dem Marktplatz erinnert. Die heutige, vierte Harthaer Kirche entstand ab 1868, nachdem König Johann bei einem Besuch 1861 den Neubau angeregt hatte. Seit 1954 wird zudem die Bruno-H.-Bürgel-Sternwarte errichtet und betrieben, deren Datensammlung zu veränderlichen Sternen inzwischen mehrere hundert Gigabyte umfasst.
In der Postleitzahl leben 6.705 Einwohnerinnen und Einwohner auf 54,2 km², das entspricht 124 je Quadratkilometer.
Hartha liegt zwischen Waldheim und Leisnig und grenzt zudem an Colditz, Döbeln und Geringswalde.