Über die Postleitzahl 09468
Geyer und Tannenberg im Erzgebirgskreis bilden gemeinsam diese Postleitzahl, wobei gut zwei Drittel der Fläche auf die Bergstadt Geyer entfallen. Zu Tannenberg gehört hier der Ortsteil Siebenhöfen.
Der Name Geyer geht auf das mittelhochdeutsche Wort für den Greifvogel zurück und wurde 1395 erstmals als „zum Gire“ überliefert; der Ort selbst ist seit 1381 urkundlich belegt, Bergbau betrieb man schon davor. Über der Stadt wacht ein 42 Meter hoher Wachtturm neben der St.-Laurentius-Kirche, unterhalb liegt mit der Geyerschen Binge ein seit 1935 geschützter alter Bergsturz. Bis zu ihrer Stilllegung überquerte die Schmalspurbahn Schönfeld-Wiesa–Meinersdorf den Greifenbach ab 1906 auf der seinerzeit größten Schmalspurbahnbrücke Deutschlands. In Tannenberg steht mit dem Paßklausenturm eines der ältesten Gebäude der Region, vermutlich aus dem frühen 12. Jahrhundert; die spätgotische Kirche St. Christophorus besitzt einen Schnitzaltar von 1521. In Siebenhöfen errichtete der britische Spinnmeister Evan Evans 1812 eine Baumwollspinnerei, die damals als größtes Fabrikgebäude Sachsens galt.
Auf 26,3 km² zählt die Postleitzahl 4.326 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 165 je Quadratkilometer.
Der geografische Mittelpunkt des 2008 gebildeten Erzgebirgskreises liegt in Tannenberg, unmittelbar am Fernwanderweg Eisenach–Budapest; Nachbar-Postleitzahlen führen unter anderem nach Scheibenberg, Schlettau und Wiesa.