Über die Postleitzahl 08297
Im Tal des Zwönitzbaches liegt die Bergstadt Zwönitz, die zusammen mit Elterlein eine Verwaltungsgemeinschaft bildet und den größten Teil dieser Postleitzahl ausmacht. Der Ortsname geht auf das altsorbische Wort Zvonica oder Zvenica zurück, das „tönen“ oder „tosen“ bedeutet und sich auf den durch das Tal fließenden Bach bezieht – ein Erbe der slawischen Erstbesiedlung, ehe frühestens gegen Ende des 12. Jahrhunderts überwiegend fränkische Siedler das Zwönitztal als Waldhufenanlage erschlossen. Um 1300 erhielt der Ort das Stadtrecht, erst später im 16. Jahrhundert kam das Marktrecht hinzu.
Schon vor dem 15. Jahrhundert wurde in Zwönitz Bergbau auf Eisenerz betrieben, was ihm die steuerlichen Privilegien einer Bergstadt einbrachte. Zu den Ortsteilen zählt Niederzwönitz, urkundlich erstmals um 1460 als „Dorffczwenicz“ erwähnt; das dortige Vorwerk ging Ende des 15. Jahrhunderts an die Adelsfamilie von Schönberg über, deren späteres Rittergut auch die Herrschaft über das Dorf ausübte. Hormersdorf wiederum, 1446 erstmals als „Harmerstorff“ genannt, war im 16. Jahrhundert selbst Schauplatz von Silberbergbau, ehe im 18. und 19. Jahrhundert die Strumpfwirkerei zum bestimmenden Gewerbe wurde. In Dorfchemnitz kamen 1628 und 1632 die späteren Gelehrten Esaias und Samuel von Pufendorf im dortigen Pfarrhaus zur Welt.
Das 64,1 km² große Gebiet zählt 11.569 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 181 je Quadratkilometer. Eine wichtige Fernstraße erreicht Zwönitz über eine westlich gelegene Staatsstraße; darüber hinaus verlaufen mehrere Bundesstraßen im weiteren Umkreis der Stadt.