Über die Postleitzahl 09474
Am Fuß des Fichtelbergs, dort wo das Zschopautal beginnt, erstreckt sich die Gemeinde Crottendorf im Erzgebirgskreis über fast sechs Kilometer von Nord nach Süd. Zur Postleitzahl gehört auch der Ortsteil Walthersdorf, der seit 1999 zu Crottendorf zählt. Eingerahmt wird der Ort im Osten von den Hängen des Schießbergs und des Liebensteins, im Westen von den flacheren Wiesen- und Heidegebieten bis zum Scheibenberg.
Das genaue Gründungsjahr ist nicht überliefert, vermutlich entstand Crottendorf Mitte des 12. Jahrhunderts als Waldhufendorf unter den Meinheringern der Grafschaft Hartenstein. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals 1406, als die Grafschaft an Veit von Schönburg verpfändet wurde. Trotz Erzreichtums der Umgebung – benachbarte Orte wie Scheibenberg und Oberwiesenthal entstanden als Bergstädte – gab es in Crottendorf selbst keine Silbervorkommen; stattdessen diente der Ort zur Verwaltung der umliegenden Wälder. Bekannt wurde Crottendorf später durch die Herstellung der Original Crottendorfer Räucherkerzen, deren Tradition im Räucherkerzenland bis heute besichtigt werden kann. Seit 2002 fertigt zudem eine Modellbahnmanufaktur detailgetreue Nachbildungen von Dampflokomotiven.
3.939 Menschen leben auf 36,3 km², das entspricht einer Dichte von 109 Einwohnern je Quadratkilometer. Im Ortsteil Walthersdorf erinnert der Museumsbahnhof an die einstige Zugverbindung nach Schlettau, die heute nur noch für Sonderfahrten der Erzgebirgischen Aussichtsbahn genutzt wird. Nachbarorte sind unter anderem Sehma, Scheibenberg und Oberwiesenthal.