Über die Postleitzahl 08352
Im Westerzgebirge, an den Bächen Große Mittweida und Pöhlwasser, liegt die Gemeinde Raschau-Markersbach, die fast die gesamte Fläche der Postleitzahl 08352 einnimmt. Sie entstand erst 2008 aus dem Zusammenschluss der beiden ehemals eigenständigen Dörfer Raschau und Markersbach, die zu nahezu gleichen Teilen auf die PLZ-Fläche kommen; ein kleinerer Teil entfällt auf die Raschauer Ortslage Langenberg.
Wahrzeichen der Gegend ist das Pumpspeicherwerk Markersbach mit seinen zwei künstlich angelegten Wasserbecken auf dem Hundsmarterrücken – eine der höchsten Gewerbesteuerquellen unter Sachsens Gemeinden, was der Gemeinde durch den Finanzausgleich allerdings hohe Umlagen an ärmere Kommunen einbrachte. Baulich markant ist außerdem der Markersbacher Viadukt, im Volksmund Streichholzbrücke genannt, an der Bahnstrecke Annaberg-Buchholz–Schwarzenberg. Älteste erhaltene Mühle des Dorfes ist die Süss-Mühle in Raschau, urkundlich schon 1240 erwähnt und heute als Kulturzentrum genutzt. Wiederholt richteten Unwetter Schaden an: Ein Starkregen löste 2014 eine Schlammlawine aus, die mehrere Häuser beschädigte.
Auf 39,4 km² verteilen sich 4.846 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 123 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarorten zählen Schwarzenberg, Grünhain-Beierfeld und Breitenbrunn, in Richtung Erzgebirgskamm auch Crottendorf und Oberwiesenthal.