Über die Postleitzahl 09633
Fünf Kilometer nördlich von Freiberg, am linken Ufer einer großen Flussschleife der Freiberger Mulde, liegt die Gemeinde Halsbrücke, die praktisch das gesamte Gebiet dieser Postleitzahl im Landkreis Mittelsachsen bildet. Zu ihr zählen zahlreiche Ortsteile wie Niederschöna, Hetzdorf, Conradsdorf mit Falkenberg, Krummenhennersdorf, Oberschaar und Tuttendorf, die erst 1994 beziehungsweise 2006 eingemeindet wurden.
Der Ort geht auf ein 1349 erstmals erwähntes Vorwerk „zcu dem Hals“ am halsförmigen Rücken der Muldenschlinge zurück, aus dem sich später der Name Halsbrücke entwickelte. Bekannt ist die Gemeinde für ihre Tradition der Erzverhüttung und Buntmetallurgie, sichtbar am 1888/89 erbauten, einst höchsten Schornstein der Welt, der 140 Meter hohen „Hohen Esse“, die giftige Rauchgase in höhere Luftschichten ableiten sollte. In der Nähe befindet sich zudem ein historisches Kahnhebehaus, das vermutlich älteste Schiffshebewerk der Welt, sowie die Altväterbrücke als Nachbau eines gesprengten Aquädukts. In Krummenhennersdorf, einem um 1160 angelegten Waldhufendorf, verstarb 1195 der Markgraf Albrecht der Stolze nach einer Vergiftung.
Auf 40,8 km² zählt die Postleitzahl 4.978 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 122 je Quadratkilometer entspricht. Die Bundesstraßen 101 und 173 erschließen die Gemeinde sowohl Richtung Dresden als auch Richtung Freiberg.
Südlich grenzt die Postleitzahl 09599 mit Freiberg an, östlich die Postleitzahl 09603 mit Großschirma.