Über die Postleitzahl 01723
Am Bach Wilde Sau westlich von Dresden liegt die Kleinstadt Wilsdruff, die dem sogenannten Wilsdruffer Land seinen Namen gibt. Nahezu die gesamte Fläche der Postleitzahl 01723 gehört zur Stadt, die durch zahlreiche Eingemeindungen zwischen 1973 und 2001 – darunter Kaufbach, Limbach, Helbigsdorf-Blankenstein, Grumbach, Mohorn und Kesselsdorf – zur sächsischen Kommune mit dem größten Bevölkerungszuwachs wurde.
Als Waldhufendorf mit rund 30 Bauernstellen 1259 erstmals erwähnt, gehörte Wilsdruff über vier Jahrhunderte hinweg, vom Spätmittelalter bis 1850, dem Adelsgeschlecht derer von Schönberg als Erb-, Lehn- und Gerichtsherren. Vor dem Ersten Weltkrieg erlebte die Stadt als Zentrum der Möbeltischlerei ihre Blütezeit, unterstützt durch die 1886 eröffnete Schmalspurbahn nach Potschappel und die 1909 folgende Strecke nach Meißen-Triebischtal – heute erinnert ein rekonstruierter Schmalspurbahnhof mit Museum daran. Im Rathausturm läutet das erste Turmglasglockenspiel der Welt, und vor dem Rathaus steht eine rekonstruierte kursächsische Distanzsäule mit einem Originalwappenstück von 1730.
Die Postleitzahl zählt 14.412 Einwohnerinnen und Einwohner auf 81,5 km², das sind 177 je Quadratkilometer. Die Nähe zur Autobahn 4 hat Wilsdruff seit 1990 zu einem überdurchschnittlich starken Wirtschaftsstandort werden lassen.