Über die Postleitzahl 12355
Rudow, ein Ortsteil im Süden des Bezirks Neukölln, füllt die Postleitzahl 12355 nahezu vollständig aus. Der Name stammt vermutlich aus dem Polabischen: Die Grundform Rudov geht auf urslawisch Ruda zurück, was rote Erde oder Eisenstein bedeutet. Archäologische Funde weisen auf eine spätslawische Besiedlung schon vor 1200 hin, die erste schriftliche Erwähnung datiert erst auf das Jahr 1373. Ungewöhnlich für ein Straßendorf verfügte Rudow über zwei parallel verlaufende Straßen, die auf zwei getrennte Siedlungskerne zurückgehen – bis heute erhalten in Alt-Rudow und der Prierosser Straße.
Die Besitzgeschichte des Dorfes war über Jahrhunderte außergewöhnlich zersplittert: Mehrere Rittergeschlechter, Berliner Bürger und zeitweise auch der Markgraf selbst teilten sich Hufen, Abgaben und Gerichtsrechte. Erst 1652 ging die Dorfherrschaft geschlossen an das kurfürstliche Amt Köpenick über, ehe König Friedrich I. den Ort 1702 endgültig wieder erwarb.
Auf 8,0 km² leben 27.037 Einwohnerinnen und Einwohner, was 3.380 je Quadratkilometer entspricht. Zur PLZ zählt auch das Frauenviertel; Nachbarn sind die Gropiusstadt sowie, weiter östlich, Altglienicke und die Gemeinde Schönefeld.