Über die Postleitzahl 12439
Niederschöneweide, ein Ortsteil im Bezirk Treptow-Köpenick, macht den größten Teil der Postleitzahl 12439 aus; ein kleiner Anteil im Westen gehört zu Johannisthal. Der Name geht auf eine Reisebeschreibung des Kurfürsten Joachim II. zurück, der 1598 erstmals eine ausgedehnte Uferwiese links der Spree als Schöne Weyde erwähnte. Erst 1920, mit der Bildung von Groß-Berlin, wurde Niederschöneweide zusammen mit anderen Landgemeinden Teil des neuen Verwaltungsbezirks Treptow.
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Ort durch seine Metall- und chemische Industrie zu einem bedeutenden Standort, der während der nationalsozialistischen Zeit auch für die Rüstungsproduktion genutzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg bezog der sowjetische Militärkommandant des Bezirks sein Quartier in der Fennstraße, mitten im Ortsteil. Nach der Wiedervereinigung mussten viele Beschäftigte und Bewohner der einstigen Industriegegend erhebliche Umstellungen bewältigen.
Auf 3,1 km² leben 12.566 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 4.028 je Quadratkilometer. Zur PLZ zählt auch die Ortslage Oberspree; angrenzend liegen Baumschulenweg, Oberschöneweide und, jenseits des Teltowkanals, Köpenick.