Über die Postleitzahl 12683
Biesdorf erstreckt sich über fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl und bildet zusammen mit Kaulsdorf und Mahlsdorf Berlins größtes zusammenhängendes Ein- und Zweifamilienhausgebiet.
Ausgrabungen zwischen 1999 und 2014 legten zahlreiche Brunnenanlagen frei und belegen eine Besiedlung bereits in der Mittelsteinzeit, lange vor jeder schriftlichen Überlieferung. Urkundlich erwähnt wird der Ort erst 1375 im Landbuch Karls IV. mit 62 Hufen; als Grundherr wird ein Mitglied der märkischen Familie von der Gröben genannt. Der Dreißigjährige Krieg traf den Ort hart: Von ursprünglich zweiunddreißig bäuerlichen Betrieben blieben bis 1652 nur zehn übrig.
1933 verhafteten die neuen Machthaber den in Biesdorf praktizierenden Arzt Arno Philippsthal; die Haft überlebte er nur wenige Tage, und er zählt zu den frühesten jüdischen Todesopfern des NS-Regimes in der Stadt. Zur Landgemeinde gehörten seit der Eingemeindung 1920 auch zwei Exklaven mit der Heilanstalt Wuhlgarten, die eigentlich zum Gutsbezirk Hellersdorf zählten.
Auf 12,6 km² zählt man 28.945 Einwohnerinnen und Einwohner, 2.300 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Karlshorst, Friedrichsfelde, Köpenick sowie Kaulsdorf und Marzahn.