Über die Postleitzahl 12621
Kaulsdorf nimmt praktisch die gesamte Fläche dieser Postleitzahl im Bezirk Marzahn-Hellersdorf ein und bildet zusammen mit Biesdorf und Mahlsdorf Deutschlands größtes zusammenhängendes Ein- und Zweifamilienhausgebiet.
Schon vor dem Jahr 1200 gab es hier eine Siedlung: Deutsche Bauern übernahmen und wandelten damals einen bestehenden slawischen Ort um, statt einen neuen zu gründen, wie Scherbenfunde nahelegen. Um 1250 kam die Dorfkirche hinzu, um die sich das ungewöhnlich dreieckig angelegte Angerdorf gruppierte. Urkundlich erscheint der Ort erstmals 1285 mit der Nennung eines Bewohners namens Nicolao de Caulestorp, 1347 dann unter dem Namen Caulstorp in einer Schenkung an Bernauer Kalandsbrüder.
Der Dreißigjährige Krieg verwüstete 1638 sämtliche Höfe, die erst um 1652 wieder besetzt wurden. 1782 kaufte der Wissenschaftler Franz Carl Achard, bekannt für seine Arbeiten zur Rübenzucker-Gewinnung, das abgabenfreie Gut, um hier mit dem Anbau von Zuckerrüben zu experimentieren. Mit der Eröffnung eines Haltepunkts an der Preußischen Ostbahn 1869 und der ersten Gemeindevertreterwahl 1874 wuchs der Ort über sein dörfliches Maß hinaus.
16.591 Menschen leben heute auf 8,1 km², umgerechnet 2.036 je Quadratkilometer. Angrenzend liegen Mahlsdorf, Hellersdorf, Biesdorf und die Köpenicker Altstadt.