Über die Postleitzahl 13627
Charlottenburg-Nord im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf stellt den größten Teil der Postleitzahl 13627, ein kleiner Rand reicht zusätzlich nach Spandau und Siemensstadt hinüber.
Der Ortsteil wurde erst 2004 durch Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung geschaffen, als Siedlungsgebiet entstand er praktisch erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Zuvor war die von Spree und Kanälen wie eine Halbinsel abgeschnittene, feuchte Fläche nur eine Fortsetzung der Jungfernheide mit Kleingärten; einzig an der östlichen Spitze stand bereits ein Gefängniskomplex aus dem 19. Jahrhundert. Erst 1953 wurde mit einigen neuen Hauptstraßen die verkehrliche Anbindung geschaffen, danach entstanden die Siedlungen für das kriegszerstörte Berlin. Westlich des Goebelplatzes liegt die zwischen 1929 und 1931 unter der Gesamtplanung Hans Scharouns errichtete Großsiedlung Siemensstadt, auch Ringsiedlung genannt. Der Architekt Bruno Grimmek gestaltete 1952 auf dem Areal des früheren NS-Strafgefängnisses die Gedenkstätte Plötzensee, die an die dort Hingerichteten erinnert. Im November 1962 erhielt die Paul-Hertz-Siedlung mit ihren rund 3200 Wohnungen ihren Namen nach dem ehemaligen Wirtschaftssenator, ihre Straßen sind nach Widerstandskämpfern gegen die NS-Gewaltherrschaft benannt.
In der PLZ 13627 leben 17.600 Menschen auf 4,8 km², das entspricht 3.648 Einwohnern je Quadratkilometer.
Nachbarn sind Wedding und Moabit im Osten, Siemensstadt im Westen und Westend im Süden.