Über die Postleitzahl 14057
Zu Ehren der Königin Sophie Charlotte erhielt Charlottenburg seinen Namen, nachdem ihr Mann, Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg, ihr 1695 den vormaligen Ort Lietzow samt dem Vorwerk Ruhleben übertragen hatte. Sie ließ hier das Sommerschloss Lützenburg errichten, das 1699 fertiggestellt und später zum heutigen Schloss Charlottenburg ausgebaut wurde. 1705 als Stadt gegründet, stieg der Ort 1893 zur Großstadt auf und zählte zeitweise reichsweit zu den Gemeinden mit dem höchsten Pro-Kopf-Steueraufkommen.
Diese Postleitzahl umfasst den größten Teil des heutigen Ortsteils Charlottenburg sowie einen Abschnitt von Westend, das westlich davon liegt. Anfangs als reine Villensiedlung angelegt und nach einem vornehmen Viertel Londons benannt, bekam Westend in Teilen später ein städtischeres Gesicht mit den für Berlin typischen Mietshäusern. Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 ließ Napoleon hier ein großes Truppenlager errichten, während er selbst im Schloss Charlottenburg residierte. Charlottenburg selbst wurde 1920 nach Groß-Berlin eingemeindet und ist heute geprägt von Gründerzeitvierteln.
13.316 Menschen leben auf nur 1,1 km², was einer Dichte von 12.369 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht – eine der am dichtesten besiedelten Postleitzahlen Berlins. Der Ortsteil Witzleben rund um den Lietzensee, benannt nach dem preußischen Minister Job von Witzleben, der hier um 1820 einen Park anlegen ließ, zählt ebenfalls zu dieser Gegend. Nachbar-Postleitzahlen führen nach Halensee sowie in die übrigen Teile Charlottenburgs und Westends.