Über die Postleitzahl 16928
Pritzwalk und die Nachbargemeinde Groß Pankow bilden im Landkreis Prignitz gemeinsam diese Postleitzahl, dazu kommt ein kleiner Anteil von Gerdshagen im Amt Meyenburg. Groß Pankow entstand erst Ende 2002 durch den Zusammenschluss von dreizehn zuvor selbstständigen Gemeinden und Ortsteilen wie Baek, Wolfshagen oder Tüchen; durch den Hauptort fließt die Panke, ein Nebenfluss der Stepenitz. Im Ortsteil Wolfshagen gründete im 12. und 13. Jahrhundert die Ritterfamilie Gans eine Burg, an deren Stelle 1787 das heutige Gutshaus Schloss Wolfshagen entstand.
Pritzwalk selbst war seit dem Mittelalter für sein Umland vor allem als Zentrum von Tuchmacherei, Schuhmacher- und Brauhandwerk bedeutend: Um 1800 zählte die Stadt achtzig Tuchmacher, sechzig Jahre später nur noch drei Fabriken, von denen bis 1896 allein die Draegersche Tuchfabrik übrig blieb. Die neugotische St.-Nikolaikirche mit ihrem 72 Meter hohen Turm von 1882 prägt bis heute das Stadtbild, ebenso Reste der mittelalterlichen Stadtmauer und der Bismarckturm von 1905. Im Gewerbepark Falkenhagen betrieb einst die EOP Biodiesel AG eine Anlage, nach deren Insolvenz 2011 übernahm sie die neu gegründete German Bio Fuels GmbH; daneben unterhielt E.ON dort eine Pilotanlage zur Wasserstoffherstellung aus Windstrom.
Auf 439,3 km² leben in dem Gebiet 16.142 Menschen, das entspricht 37 Einwohnern je Quadratkilometer. Über die Anschlussstellen Meyenburg und Pritzwalk ist die Region an die A24 zwischen Berlin und Hamburg angebunden, der Bahnhof Groß Pankow liegt an der Regional-Express-Linie nach Berlin.