Über die Postleitzahl 16909
Wittstock/Dosse und die Nachbargemeinde Heiligengrabe im Landkreis Ostprignitz-Ruppin teilen sich diese Postleitzahl, wobei gut zwei Drittel der Fläche auf Wittstock entfallen. Wittstock zählt mit seiner ersten Erwähnung 946 in der Stiftungsurkunde des Bistums Havelberg zu den ältesten Städten Brandenburgs; 1248 verlieh Bischof Heinrich I. von Havelberg der Stadt das Stendaler Stadtrecht, und ihr Siegelabdruck von 1251 gehört zu den ältesten der Mark. Die Wittstocker Burg diente den Havelberger Bischöfen bis 1548 als Wohnsitz. 1636 siegten während des Dreißigjährigen Krieges schwedische Truppen in der Schlacht am Scharfenberg nahe der Stadt, zwei Jahre später raffte die Pest die Hälfte der Bevölkerung dahin.
Heiligengrabe ging aus dem Dorf Techow hervor und trägt seinen heutigen Namen erst seit 1928. Das dortige Zisterzienserinnenkloster von 1287 gilt als besterhaltene Klosteranlage Brandenburgs und steht seit 1998 als Denkmal von nationaler Bedeutung unter Schutz; Kaiser Wilhelm II. ließ die Grabkapelle neugotisch ausmalen und stiftete ein farbiges Kirchenfenster. 2008 zeichnete die Landesregierung Heiligengrabe als sportlichste Gemeinde Brandenburgs aus, weil dort ungewöhnlich viele Bewohner – jeder Fünfte – Mitglied in einem Verein sind.
Zur Postleitzahl gehören außerdem die Ortsteile Freyenstein, eine frühere Grenzfestung mit eigenem Stadtrecht von 1287, sowie Fretzdorf, Gadow, Zaatzke, Schweinrich und Wulfersdorf. 18.238 Menschen leben hier auf 625,4 km², was 29 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht. Über die Anschlussstellen am Autobahndreieck Wittstock/Dosse ist die Region an die A19 und die A24 angebunden.