Über die Postleitzahl 17219
Nordwestlich von Neubrandenburg teilen sich die Gemeinden Möllenhagen und Ankershagen diese Postleitzahl im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, beide Teil des Amtes Penzliner Land. Möllenhagen bestand über Jahrhunderte als Rittergut, dessen Besitz zuletzt bis zur Bodenreform 1945 in bürgerlicher Hand lag; das ursprüngliche Gutshaus ist heute nicht mehr erhalten, wohl aber die im 17. Jahrhundert errichtete Backsteinkirche und der Burgwall am Ortsrand.
Ankershagen trägt seit 2010 offiziell den Namenszusatz Schliemanngemeinde, denn im ehemaligen Pfarrhaus, wo der spätere Troja-Entdecker Heinrich Schliemann prägende Kindheitsjahre verlebte, wurde 1980 ein ihm gewidmetes Museum eingerichtet. Vor dem Museum steht eine der größten Eschen Mecklenburg-Vorpommerns. Die frühgotische Feldsteinkirche des Ortes, erstmals 1252 urkundlich erwähnt, besitzt ein kuppelförmiges Kreuzrippengewölbe im Chor und ein lebensgroßes Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert. Nahe dem Ortsteil Friedrichsfelde liegt zudem ein Hügelgrab, das der Sage nach als Grab einer Königstochter in goldener Wiege gilt.
Auf 76,5 km² leben in dieser PLZ 1.997 Menschen, das entspricht 26 Einwohnern je Quadratkilometer. Sie liegt am Nordrand des Müritz-Nationalparks und grenzt unter anderem an Penzlin und Waren.