Über die Postleitzahl 17091
Nordwestlich von Neubrandenburg vereint diese Postleitzahl in den Ämtern Stavenhagen und Treptower Tollensewinkel ein gutes Dutzend kleiner Gemeinden, von denen keine allein mehr als ein Achtel der Fläche stellt – am größten sind noch die Anteile von Rosenow, Mölln und Knorrendorf.
Rosenow selbst wurde 1283 erstmals urkundlich erwähnt; sein Name könnte vom altslawischen Wort für Rose oder von einem Personennamen abgeleitet sein. Über Jahrhunderte prägte die Adelsfamilie von Blücher den Ort, die hier sogar eine eigene Familienlinie Rosenow hervorbrachte. Auch in Mölln, dessen nördlicher Dorfrand noch eine verlandete slawische Inselburg erkennen lässt, bestimmte lange ein Gutsherrengeschlecht das Bild, hier die briefadelige Familie von Schuckmann. In Wolde verlief einst mitten durch den Ort die Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern, was den dortigen Gutsbesitzern erlaubte, beide Landesherren gegeneinander auszuspielen; erst ein Staatsvertrag von 1873 regelte die Aufteilung endgültig.
Sehenswert sind die Fachwerkkirche in Groß Teetzleben mit einem Schnitzaltar von um 1500 sowie das barocke Gutshaus Tützpatz von 1779, das nach einem Brand 1908 neubarock wiederaufgebaut wurde. Am Kastorfer See bei Wildberg liegen die Reste dreier slawischer Wallanlagen, die ins 7. bis 12. Jahrhundert datiert werden; der Ortsteil Wischershausen diente als Drehort für einen Dokumentarfilm über eine stehengebliebene Zeit.
Auf 258,2 km² kommen 5.726 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 22 je Quadratkilometer. Die Region grenzt an Neubrandenburg, Burow und das Gebiet um Stavenhagen.