Über die Postleitzahl 19230
Diese sehr großflächige Postleitzahl im Landkreis Ludwigslust-Parchim wird von der Kleinstadt Hagenow geprägt, rund 30 Kilometer südwestlich von Schwerin, dazu gehört das gesamte Amt Hagenow-Land mit gut zwanzig weiteren Gemeinden wie Picher, Redefin, Pritzier, Kirch Jesar und Toddin. Hagenow erscheint erstmals 1194 als Hachenowe und hatte schon damals eine Burg und eine Kirche; große Brände in den Jahren 1538, 1748 und 1766 zerstörten die Bebauung mehrfach fast vollständig, weshalb das älteste erhaltene Gebäude der Stadt erst von 1720 stammt. Während der Novemberpogrome 1938 setzten Nationalsozialisten die Synagoge in der Hagenstraße in Brand, das Feuer löschten Nachbarn, die um ihre eigenen Häuser fürchteten.
In Kirch Jesar verfasste der Dichter und Freiheitskämpfer Theodor Körner mutmaßlich seinen allerletzten Brief, datiert auf den 23. August 1813. Picher gewann 2010 den Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ dank seiner gepflegten historischen Bausubstanz; im Ortsteil Jasnitz ging man wegen der hohen Wilddichte in einem eigens angelegten großherzoglichen Wildgarten seit 1873 intensiv der Jagd nach. Auf dem Gut Setzin, heute Ortsteil von Toddin, lebte bis 1901 der großherzogliche Kammerherr Heino von Döring, ehe er wegen einer Affäre seinen Besitz aufgeben und das Land verlassen musste.
Auf 403,1 km² zählt die PLZ 19230 20.240 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 50 je Quadratkilometer. Sie grenzt an Stralendorf, Pampow und Rastow sowie an die Region um Wittenburg und Wittendörp, Lübtheen, Vellahn, Ludwigslust und Dömitz.