Über die Postleitzahl 19294
Neu Kaliß gibt der Postleitzahl 19294 im Landkreis Ludwigslust-Parchim ihren Namen, verteilt ist sie jedoch auf acht Gemeinden – darunter Gorlosen, Eldena, Malliß, Malk Göhren, Grebs-Niendorf und Karstädt – überwiegend zwischen den Ämtern Grabow und Dömitz-Malliß. Kaliß selbst wird schon 1431 erstmals urkundlich genannt; als Poststation auf der Strecke Hamburg–Berlin unterhielt der Ort eine eigene Schmiede für die Postpferde, deren Gebäude erst in den 1940ern verschwand.
Der Bau des Eldekanals ab 1568 verband die Elde mit Dömitz und schuf so eine schiffbare Verbindung zur Elbe – eine wichtige Voraussetzung für Industrie und Gewerbe in der Gegend. Zwei Unternehmer aus Düren, Felix Heinrich Schoeller und Theodor Bausch, gründeten 1871 in Neu Kaliß eine Feinpapierfabrik – die erste Anlage in Mecklenburg, die Papier maschinell fertigte. In Malliß wurde von 1817 bis 1960 Braunkohle unter Tage abgebaut, zudem von 1912 bis 1926 Kali- und Steinsalz; das Regionalmuseum in Neu Kaliß dokumentiert diese Bergbaugeschichte. In Eldena entstand zwischen 1229 und 1235 ein Benediktinerinnenkloster, dessen Kirche nach einem Dorfbrand 1835 als neogotische Johanneskirche wiederaufgebaut wurde.
Auf 236,9 km² zählt die PLZ 19294 6.544 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 28 je Quadratkilometer. Die Bundesstraße 191 verläuft von Ludwigslust über Malk Göhren nach Dömitz, das südlich als Nachbar-PLZ 19303 angrenzt.