Über die Postleitzahl 21365
Vier Kilometer nordöstlich der Lüneburger Innenstadt liegt Adendorf, mit dem die Kreisstadt inzwischen weitgehend zusammengewachsen ist. Fast die gesamte Fläche der Postleitzahl liegt in dieser Gemeinde, zu der auch der Ortsteil Erbstorf gehört, der seit 1974 zu Adendorf zählt – anders als die ehemals ebenfalls zu Erbstorf gehörende Siedlung Ebensberg, die damals nach Lüneburg umgegliedert wurde.
Archäologische Funde weisen eine Besiedlung schon um 400 nach Christus nach, urkundlich erwähnt wird der Ort als „Adenthorpe“ erstmals 1252, damals ein Bauerndorf mit einer Handvoll Hofstellen und einer dem Täufer Johannes geweihten Kapelle. Diese überstand drei große Brände – im Lüneburger Erbfolgekrieg, im Dreißigjährigen Krieg und 1895 – und zählt heute zu den historisch bedeutsamsten Bauwerken der Region. 1976 brach der Elbe-Seitenkanal bei Erbstorf und überflutete das Umland. Wirtschaftlich prägt der Süßwarenhersteller Schluckwerder den Ort, der seit 2021 zu einem irischen Lebensmittelkonzern gehört. Am Ortsrand endet die Autobahn A 39, die als Bundesstraße B 4 weitergeführt wird, außerdem verläuft hier die Bahnstrecke Lübeck–Lüneburg.
Adendorf zählt 10.563 Einwohnerinnen und Einwohner auf 16,0 km², das ergibt eine Dichte von 660 Einwohnern je km². Angrenzend liegen Lüneburg, Bardowick und Brietlingen.