Über die Postleitzahl 21339
Im Nordwesten der Hansestadt Lüneburg liegen die Stadtteile Ochtmissen, Weststadt, Kreideberg und Goseburg-Zeltberg, die gemeinsam mit dem Mittelfeld und einem Teil von Oedeme die Postleitzahl 21339 im Landkreis Lüneburg bilden.
Zu den ältesten Dörfern des Landkreises zählt Ochtmissen, bis 1974 eine eigenständige Gemeinde. Beim Bau der Autobahn 39 stießen Archäologen 1993 dort auf einen sehr alten, noch der letzten Eiszeit zuzurechnenden Lagerplatz von Neandertalern mit etwa 500 Feuersteinartefakten, darunter 44 Faustkeile – ein Fund, der zusammen mit ähnlichen Fundstellen belegt, dass Neandertaler auch in kalten Phasen der Eiszeit in der offenen norddeutschen Tiefebene lebten. In der Weststadt liegen dagegen die beiden Krankenhäuser der Stadt sowie die Sülzwiesen und der Lüneburger Kalkberg.
Kreideberg war im Mittelalter zunächst eine Heidefläche mit Gärten der Lüneburger Bürger, bevor hier bereits im 14. Jahrhundert Kalk für städtische Bauvorhaben abgebaut wurde. Goseburg-Zeltberg verdankt seinen Namen einem mittelalterlichen Zollturm; der Lüneburger Zeltberg trägt seit der Bronzezeit zahlreiche vor- und frühgeschichtliche Bestattungsplätze, aus denen unter anderem ein „Aunjetitzer Randleistenbeil“ aus der Zeit um 1900 vor Christus stammt.
Auf 19,2 km² leben in dieser Postleitzahl 21.852 Menschen, das entspricht 1.137 je Quadratkilometer. Neben 21335 und 21337 grenzen Bardowick, Vögelsen, Adendorf und Reppenstedt an.