Über die Postleitzahl 21394
Im Osten des Naturparks Lüneburger Heide liegen die drei Gemeinden Westergellersen, Südergellersen und Kirchgellersen, alle Teil der Samtgemeinde Gellersen im Landkreis Lüneburg. Ihre alten Namen – etwa Geldessen oder Chelderdessen – gehen auf dieselbe Wurzel „Gelderd-es-husen“ zurück und lassen sich sprachlich nicht trennen.
In Kirchgellersen fand man ein Neanderthaler-Werkzeug, das ein sehr hohes, nur in großen Zeiträumen zu schätzendes Alter aufweist, sowie eine römische Goldmünze des Kaisers Valentinian II. 1313 gründeten hier Prämonstratensermönche ein Kloster; die heutige St.-Laurentius-Kirche entstand 1858 im neugotischen Stil, ihr Turm kam erst 1904 nach einer Volksbefragung hinzu. In Südergellersen, erstmals 1267 erwähnt, liegen mehrere Grabhügelgruppen aus Stein- und Bronzezeit, in Heiligenthal dreht sich seit 1998 wieder die Turbine der alten Wassermühle, die heute Strom erzeugt. Westergellersen wiederum ist für seinen Reiterplatz bekannt, auf dem trotz der Namensgebung nach dem Nachbarort die Turniere von Luhmühlen ausgetragen werden.
Die drei Gemeinden zählen zusammen 5.945 Einwohnerinnen und Einwohner auf 54,7 km², das ergibt eine Dichte von 109 je km². Nachbarorte sind Lüneburg, Mechtersen und Reppenstedt.