Über die Postleitzahl 21449
Die Gemeinde Radbruch bildet fast die gesamte Postleitzahl 21449 und gehört zur Samtgemeinde Bardowick im Landkreis Lüneburg. Ihr Name verweist auf ihre Landschaft: Das eisenhaltige Wasser der einstigen Bruchwaldniederung färbte sich oft rot, was zur Bezeichnung „roter Bruch“ und später zu Radbruch geführt haben dürfte.
Der Ort taucht erstmals 1252 in einer Urkunde des Verdener Domkapitels als „Rotersbrug“ auf; spätere Karten aus dem 16. und 17. Jahrhundert zeigen die Gegend noch als ausgedehntes Wald- und Sumpfgebiet namens „Raarbroock“. Im 16. Jahrhundert entstand hier die Vogtei Radbruch als Verwaltungssitz welfischer Besitzungen, ab 1776 ist an dieser Stelle ein königliches Gestüt verzeichnet; die eigentliche Siedlungsentwicklung begann erst nach dessen Wegzug 1778. Politisch gehörte Radbruch ab 1885 zum Landkreis Winsen, ab 1932 zum Landkreis Harburg und kam erst 1974 zur Samtgemeinde Bardowick und zum Landkreis Lüneburg. Seit 2008 zeigt die Kunstscheune des Künstlers Walter Knolle zeitgenössische Kunst, und in den umliegenden Wäldern werden gelegentlich Seeadler gesichtet.
Auf 22,5 km² zählt die PLZ 2.185 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 97 je km². Der Ort hat einen eigenen Halt an der Strecke zwischen Lehrte und Hamburg-Harburg, im Stundentakt nach Hamburg und Lüneburg bedient. Angrenzend liegen Bardowick, Mechtersen, Vögelsen, Reppenstedt, Winsen, Garstedt, Vierhöfen und Handorf.