Über die Postleitzahl 21730
Nordwestlich von Stade, im Mündungsgebiet der Oste in die Elbe, liegt die Gemeinde Balje im Landkreis Stade. Fast die gesamte Gemeindefläche fällt unter diese Postleitzahl, dazu gehören die Ortsteile Hörne, Balje-Süderdeich, Eggerkamp, Faulenhofe und Rosenkranz.
Der Name geht auf ein niederdeutsches Wort für eine schiffbare Wasserrinne im Watt zurück, was zur Landschaft passt: Das Kehdinger Land war ursprünglich eine Insellandschaft der Niederelbe, die erst um die Zeitenwende allmählich verschlickte. Schon Plinius berichtete von Uferbewohnern, die vom Fischfang lebten. Sehenswert sind die 1938 als Backsteinbau errichtete St.-Marien-Kirche, das mittelalterliche Dorf „Op de Horn“ im Ortsteil Hörne mit acht Gebäuden im historischen Stil und der 1903 gebaute Leuchtturm Balje, der bis 1980 in Betrieb war und von einem modernen Betonturm mit 56,2 Metern Höhe abgelöst wurde. Am Ostesperrwerk, errichtet zwischen 1964 und 1968, kann eine 22 Meter breite Schifffahrtsöffnung bei Sturmflut mit stählernen Toren geschlossen werden. Das Natureum Niederelbe zeigt auf einer künstlichen Halbinsel zwischen Oste und Ostesee die Küstennatur der Region.
Wirtschaftlich prägen Obstbau, Landwirtschaft und kleinere Handwerksbetriebe die Gemeinde, die auf 57,8 km² 908 Einwohnerinnen und Einwohner zählt – eine Dichte von 16 je Quadratkilometer.
Nachbarn sind die Postleitzahlen von Krummendeich und Oederquart sowie, weiter westlich an der Oste, Cadenberge und Neuhaus.