Über die Postleitzahl 21734
Rund 40 Kilometer Luftlinie östlich von Cuxhaven und etwa 50 Kilometer nordwestlich von Hamburg liegt Oederquart, eine Gemeinde im Norden des Landkreises Stade und Teil der Samtgemeinde Nordkehdingen. Die Postleitzahl deckt praktisch die ganze Gemeinde ab, dazu zählen der Ortsteil Landesbrück und die Ansiedlung Seeweg.
Der Name leitet sich vermutlich von altsächsischen Wörtern für Vieh und Siedlung ab und verweist auf die landwirtschaftlichen Wurzeln des 1331 erstmals urkundlich erwähnten Ortes. Nach der Chauken- oder Sachsenzeit wurde die Gegend im 12. Jahrhundert von der Holländer-Kolonisation erfasst. Ab dem 16. Jahrhundert brachte der Anbau von Äpfeln und Birnen wirtschaftlichen Aufschwung, begünstigt durch neu gebaute Deiche und Kanäle. Bis heute erinnert die Kehdinger Hochzeitssuppe an die kulinarische Tradition. Die spätgotische Saalkirche St. Johannis besitzt eine nach Arp Schnitger rekonstruierte Orgel mit 28 Registern, und der Thingplatz war bis 1852 Wahlort der Hauptleute. Seit den 1990er-Jahren stehen im Gemeindegebiet Windkraftanlagen, über die auch ein Bürgerbegehren diskutiert wurde. Ein vier Kilometer langer Barfußpfad lockt heute Radtouristen an.
Auf 37,0 km² leben 945 Einwohnerinnen und Einwohner – eine Dichte von 26 je Quadratkilometer.
Oederquart grenzt an die Postleitzahlen von Freiburg (Elbe), Balje, Krummendeich und Wischhafen sowie an Osten, Cadenberge und Oberndorf.