Über die Postleitzahl 22337
Ohlsdorf im Hamburger Bezirk Nord füllt die Postleitzahl 22337 fast vollständig aus; nur ein kleiner Anteil liegt im benachbarten Alsterdorf.
Der Name geht auf einen Dorfgründer namens Odulf zurück, erstmals urkundlich erscheint der Ort 1303. 1366 kaufte das Kloster Harvestehude das Gebiet auf, mit der Reformation fiel es dann an das Hamburger Johanniskloster. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der „Forsthof“ an der Grenze zu Barmbek zu einem beliebten Ausflugslokal mit Festsaal, großem Garten und Übernachtungszimmern, bis in den 1920er-Jahren noch eine Festwiese hinzukam; nach dem Krieg wich die Fläche zunächst einem Betonwerk und beherbergt heute einen Supermarkt. Weithin bekannt ist Ohlsdorf für seinen Hauptfriedhof, den größten Parkfriedhof der Welt, neben dem sich auch ein jüdischer Friedhof befindet. Von 1900 bis 1965 verband eine Straßenbahnlinie die Hamburger Innenstadt über Barmbek mit Ohlsdorf, ehe Bus und Schnellbahn sie ablösten. In der 1959 erbauten, inzwischen entweihten Kirche St. Nikodemus eröffnete 2025 ein Kunstzentrum.
Die 6,5 km² große Postleitzahl zählt 13.575 Einwohnerinnen und Einwohner, rechnerisch 2.098 je Quadratkilometer.