Über die Postleitzahl 22397
Die ungewöhnlich weitläufige Postleitzahl 22397 im Bezirk Wandsbek vereint drei der Hamburger Walddörfer: gut die Hälfte der Fläche entfällt auf Wohldorf-Ohlstedt, ein weiteres Viertel auf Lemsahl-Mellingstedt und gut ein Fünftel auf Duvenstedt.
Wohldorf und Ohlstedt, erstmals 1303 und 1292 urkundlich erwähnt, wurden erst 1872 zum gemeinsamen Stadtteil zusammengelegt; Ohlstedt gilt bis heute mit seinen herrschaftlichen Villen auf parkähnlichen Grundstücken als einer der wohlhabendsten Stadtteile Hamburgs. Seit 1306 ist in Wohldorf eine Burganlage nachweisbar, die 1374 von Hamburg zerstört wurde; das später errichtete Wohldorfer Herrenhaus entstand 1489 und wurde 1712 bis 1714 neu gebaut. Eine Alsterschleuse aus dem frühen 16. Jahrhundert diente einst der Schifffahrt mit bis zu 600 Schleusungen im Jahr und reguliert heute nur noch den Wasserstand. In Lemsahl-Mellingstedt weisen Grabhügel am Wittmoor auf eine Besiedlung schon in der Stein- und Bronzezeit hin; urkundlich erwähnt ist der Ort seit 1271, als Einkünfte für eine Vikarie am Hamburger Mariendom gestiftet wurden. Duvenstedt schließlich, erstmals 1261 genannt, entrichtete seinen Zehnt an das Hamburger Domkapitel; sein Name wird auf einen sächsischen Dorfgründer namens Duvo zurückgeführt.
Auf der 31,9 km² großen Fläche leben 17.221 Menschen, das entspricht einer Dichte von 541 je Quadratkilometer.