Über die Postleitzahl 22395
Rund drei Viertel der Postleitzahl 22395 liegen in Bergstedt, einem Stadtteil des Bezirks Wandsbek und einem der Hamburger Walddörfer; die übrige Fläche verteilt sich auf Sasel und einen kleinen Anteil an Poppenbüttel.
Als sächsisches Runddorf wurde Bergstedt 1248 unter dem Namen „Bericstede“ erstmals genannt – die Bezeichnung geht nicht auf einen Berg, sondern auf einen Ortsgründer namens Beric zurück. 1345 gab die Familie von Wedel den Ort als Pfand an das Hamburger Domkapitel weiter, später fiel er den Herzögen von Holstein-Gottorp zu und war zwischen 1750 und 1773 erneut an Hamburg verpfändet, ehe er 1937 endgültig eingemeindet wurde. Die Bergstedter Kirche, ein Feldsteinbau aus dem frühen 13. Jahrhundert, erhielt 1745 ihren Fachwerkturm; Emporen und Kanzel im Innern stammen aus dem 17. Jahrhundert. Im Südosten des Stadtteils liegt mit dem Timmermoor ein rund vier Hektar großes Naturdenkmal, ein Moorteich, der schon zum Ende der letzten Eiszeit durch absackende Bodenschichten über tauendem Eis entstanden sein dürfte. Der örtliche Sportverein von 1948 bietet neben Fußball auch Hockey, Judo, Handball und Volleyball an.
Die Postleitzahl umfasst 8,2 km² mit 13.728 Einwohnerinnen und Einwohnern, das sind 1.673 je Quadratkilometer.