Über die Postleitzahl 22529
Lokstedt bestimmt den Charakter dieser Postleitzahl fast vollständig; nur schmale Streifen reichen in die Nachbarstadtteile Eppendorf und Groß Borstel hinein, die schon zum Bezirk Hamburg-Nord gehören.
Unter dänischer Herrschaft hieß der Ort noch „Lookstedt“ mit langgezogenem O, unter Preußen setzte sich ab 1866 die Schreibweise „Lockstedt“ durch – ein Wechsel, der bis heute in der Aussprache mancher Anwohner nachwirkt. Von 1110 bis 1640 unterstand Lokstedt den Schauenburger Grafen und gehörte zur Waldvogtei Pinneberg, ehe es mit dem Tod des letzten Schauenburgers an die dänische Krone fiel; eine dänische Zollstation blieb dort bis 1839 in Betrieb. Im 19. Jahrhundert wurde der Ort ein beliebtes Ausflugsziel der Hamburger, was zeitweise sogar behördliche Verbote gegen allzu ausgelassenes Feiern nach sich zog.
Eppendorf, an dessen westlichem Rand diese Postleitzahl endet, gilt mit einer Ersterwähnung von 1140 als ältestes Dorf Hamburgs; Groß Borstel kam erst 1913 durch Eingemeindung zur Stadt.
Auf 4,9 km² zählt die Postleitzahl 28.216 Einwohnerinnen und Einwohner, rechnerisch 5.718 je Quadratkilometer. Nach Westen schließt sich Eidelstedt an, nach Süden die Univiertel um Eimsbüttel.