Über die Postleitzahl 22955
Hoisdorf im Kreis Stormarn liegt nahe Großhansdorf im Hamburger Einzugsbereich, etwa 30 Kilometer nordöstlich der Innenstadt. Der Hauptort stellt fast die gesamte Postleitzahl 22955, allerdings nur rund zwei Drittel der Gemeindefläche – der andere Ortsteil Oetjendorf liegt getrennt davon in der Nachbarschaft. Ein kleiner Zipfel der Postleitzahl gehört zudem zu Großhansdorf.
Hoisdorf wurde erstmals 1279 urkundlich erwähnt und dürfte als Rodungsdorf schon einige Jahrzehnte zuvor entstanden sein. 1339 verkaufte man es an das Hamburger Domkapitel, nach der Reformation kam es 1576 zum landesherrlichen Amt Trittau und zählte dort, wie auch Oetjendorf, zu den 17 sogenannten Holzdörfern. Ein Bahnanschluss an die Südstormarnsche Kreisbahn machte den Ort 1907 zusammen mit der nahen Endstation der Hamburger U-Bahn in Großhansdorf zunehmend attraktiv, was nach dem Ersten Weltkrieg zu spürbarem Bevölkerungswachstum führte; nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkten Ausgebombte und Heimatvertriebene diesen Zuwachs weiter. Seit 1978 zeigt das Stormarnsche Dorfmuseum die Ortsgeschichte, das Theater Hoisdorf tritt regelmäßig auch in Großhansdorf auf. Das seit 1987 geschützte Naturschutzgebiet Hoisdorfer Teiche vereint mehrere stehende Gewässer unter dem Schutz des Vereins Jordsand.
Auf 10,6 km² kommen 3.121 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 295 je Quadratkilometer. Angrenzende Postleitzahlen führen nach Großhansdorf, Trittau, Lütjensee, Oetjendorf und Siek.