Über die Postleitzahl 22961
Oetjendorf, niederdeutsch Mötendörp genannt, ist mit gut fünf Quadratkilometern die flächenmäßig kleinste der Postleitzahlen in dieser Gegend des Kreises Stormarn. Der Weiler bildet einen eigenen, von Hoisdorf räumlich getrennten Ortsteil derselben Gemeinde – nur ein knappes Drittel der Gemeindefläche Hoisdorfs entfällt auf ihn, dafür liegt fast die gesamte Postleitzahl 22961 hier.
Wie der benachbarte Hauptort Hoisdorf gehörte auch Oetjendorf einst zum landesherrlichen Amt Trittau und zählte dort zu den 17 sogenannten Holzdörfern, jenen Gemeinden also, die traditionell zur Holzversorgung der Umgebung verpflichtet waren. Die Geschichte beider Ortsteile ist seit dem Verkauf an das Hamburger Domkapitel 1339 eng miteinander verflochten, auch wenn Oetjendorf selbst deutlich kleiner blieb und im Ortsbild bis heute ländlich geprägt ist. Über die Fahrbücherei des Kreises Stormarn, die im Drei-Wochen-Rhythmus mehrere Haltepunkte in der Umgebung anfährt, ist auch Oetjendorf angebunden.
Auf 5,3 km² leben 291 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 55 je Quadratkilometer. Die Lage zwischen Großhansdorf, Lütjensee, Hoisdorf und Todendorf macht Oetjendorf zu einem ruhigen Gegenpol im dicht besiedelten Hamburger Umland.