Über die Postleitzahl 23775
Südlich der Insel Fehmarn, am Rand der Mecklenburger Bucht, liegt das Seeheilbad Großenbrode und bildet mit seinen Ortsteilen Lütjenbrode, Klaustorf und Großenbroder Fähre fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl im Kreis Ostholstein. Der Ortsname geht auf das wendische Wort „Brody“ für Furt zurück, war der Ort doch seit jeher der Übergang zur Insel Fehmarn. Zusammen mit dem benachbarten Lütjenbrode wurde Großenbrode 1249 erstmals erwähnt und war ab 1640 ein adliges Gut, ehe es 1867 zur Landgemeinde wurde.
Der im Dorf auffällige, sehr große Dorfplatz zeigt bis heute die Anlage eines „wendischen Rechtecks“, wie sie in Norddeutschland mehrfach vorkommt. Die 1230 erstmals genannte Kirche St. Katharinen besitzt einen holzgeschnitzten Altar von 1604 und eine Kanzel von 1713. Mit dem Bau der Kleinbahn Lütjenbrode–Orth erhielt der Ort 1903 einen Bahnhof und zugleich eine Eisenbahnfähre über den Fehmarnsund, die zur Inselbahn Fehmarn gehörte. Die 1963 eröffnete Fehmarnsundbrücke ersetzte diese Verbindung im Zuge des Ausbaus der Vogelfluglinie.
Auf 20,9 km² zählt die Postleitzahl 2.173 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 104 je km². Der Fährhafen Puttgarden auf Fehmarn liegt in einiger Entfernung, südwestlich schließt sich Heiligenhafen an.