Über die Postleitzahl 24803
Im Süden des Kreises Schleswig-Flensburg, am Rand der Landschaft Stapelholm, bilden Erfde und Tielen die Postleitzahl 24803; Erfde stellt gut siebzig, Tielen etwas mehr als ein Viertel der Fläche, beide gehören zum Amt Kropp-Stapelholm.
Erfde gilt seit langem als ländlicher Zentralort und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Funde auf der örtlichen Geestinsel deuten auf eine Besiedlung schon um 2800 vor Christus hin, die romanische St.-Marien-Magdalenen-Kirche entstand im 12. Jahrhundert und wurde 1402 bei einem Überfall der Dithmarscher teilweise zerstört. Zwei große Brände suchten den Ort danach heim, 1698 verloren 42 Gebäude und das Pastorat ihr Dach, siebzig Jahre später wütete ein dreitägiges Feuer, das fast das ganze Dorf einäscherte. Bis heute erinnert eine der für Stapelholm typischen Bauernglocken daran, wie der Bauernvogt früher zu Versammlungen rief. Das benachbarte Tielen wiederum war Sitz einer mittelalterlichen Burg, deren Reste an der Mündung der Tielenau lagen und die nach der Zerstörung durch die Dithmarscher um 1500 nicht wieder aufgebaut wurde; das heutige Dorf entstand 1533 neu am Geestrand. Vom späten 17. Jahrhundert bis 1920 besaß Tielen sogar eigene Schiffseigner, die europaweit Handel trieben, bis der Nord-Ostsee-Kanal die Warenströme umlenkte.
Auf 47,1 km² zählt die Postleitzahl 2.371 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 50 je Quadratkilometer.
Nördlich schließen sich die Kolonistendörfer um Meggerdorf an, südlich Delve, Pahlen und Stapel.