Über die Postleitzahl 24813
Südlich von Rendsburg, dort wo der Nord-Ostsee-Kanal die Eider quert, liegt die kleine Gemeinde Schülp bei Rendsburg, die fast die ganze Fläche der Postleitzahl 24813 einnimmt und zum Amt Jevenstedt gehört.
Steinzeitliche Flintwerkzeuge belegen eine frühe Besiedlung, schriftlich fassbar wird der Ort aber erst um 1149, als der Chronist Helmold von Bosau von einer Schlacht des holsteinischen Grafen Adolf II. gegen Dänen und Dithmarscher bei „Scullebi" berichtet – vermutlich bedeutet der Name so viel wie versteckte Flussbiegung. Eine Klageschrift aus dem Jahr 1447 nennt erstmals die deutsche Schreibweise „Schulpe". Ab dem 16. Jahrhundert mussten die Bewohner Abgaben für den Bau der Festung Rendsburg leisten, 1712 raffte eine Pestepidemie alle Einwohner bis auf zwei Familien dahin; der damals angelegte Pestfriedhof wird noch heute genutzt. Vom Bau des Eiderkanals zwischen 1777 und 1784 profitierte der Ort durch eine kleine Werftindustrie, 1867 wurde aus der Dorfschaft eine reguläre Gemeinde. Der zwischen 1887 und 1895 gebaute Nord-Ostsee-Kanal teilte das Gemeindegebiet anschließend in zwei Hälften, und von 1901 bis 1957 besaß Schülp einen eigenen Bahnanschluss.
Auf nur 7,5 km² kommen 956 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 128 je Quadratkilometer.
Nachbarn sind Rendsburg und Westerrönfeld, weiter südwestlich Jevenstedt und Nübbel.