Über die Postleitzahl 24808
Südlich von Rendsburg am alten Ochsenweg liegt Jevenstedt, das fast die gesamte Fläche der Postleitzahl 24808 stellt und im Kreis Rendsburg-Eckernförde keinem Amt angehört; nur ein kleiner Zipfel gehört zur Gemeinde Westerrönfeld mit dem Weiler Plirup.
Urnengräber belegen eine eisenzeitliche Besiedlung, urkundlich erscheint der Ort 1190 als „Gjievenstedt" nach der Jevenau, die damals noch Gjieve hieß. dass 1559 sogar der dänische Herrscher Christian II. anreiste, um über einen Feldzug gegen Dithmarschen zu beraten, zeigt die frühere Bedeutung des Ortes. Im Dreißigjährigen Krieg diente Jevenstedt als Ausgangspunkt für die Belagerung der Festung Rendsburg, wobei Wallensteins Durchzug alle Gebäude in Brand setzte. Am 31. Januar 1864 schlug der spätere Kaiser Friedrich III. als preußischer Kronprinz in einem Bauernhaus hier sein erstes Hauptquartier des Deutsch-Dänischen Krieges auf. Von 1901 bis 1957 besaß der Ort einen eigenen Bahnhof der Rendsburger Kreisbahn, 1974 kamen die Gemeinden Altenkattbek, Nienkattbek und Schwabe hinzu. Das seit 1995 bestehende Schmiedemuseum erinnert an das örtliche Handwerk.
Die Nähe zu Rendsburg brachte Jevenstedt zahlreiche Wohngebiete und ein eigenes Gewerbegebiet, auffällig viele Betriebe widmen sich dem Reitsport. Auf 46,4 km² zählt die Postleitzahl 3.319 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 71 je Quadratkilometer.
Nachbarn sind die Stadt Rendsburg sowie Osterrönfeld und Westerrönfeld im Norden, Schülp bei Rendsburg im Westen und Emkendorf im Süden.